{"id":382,"date":"2019-10-18T13:58:04","date_gmt":"2019-10-18T13:58:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/?page_id=382"},"modified":"2025-08-11T09:09:54","modified_gmt":"2025-08-11T09:09:54","slug":"bauten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/?page_id=382","title":{"rendered":"Bauten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Haus zum Einhorn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Haus zum Einhorn liegt mitten im Dorf auf der Aussenseite der 90\u00b0-Kurve der Mandacherstrasse. Mit seiner Lage und der markanten Erscheinung nimmt der hochragende Giebelbau eine zentrale Stellung im Ortsbild ein. Das genaue Erstellungsdatum ist nicht bekannt. Der sp\u00e4tgotische Steinbau d\u00fcrfte wohl im 17. Jahrhundert erbaut worden sein. Es setzt sich aus einem zweigeschossigen gemauerten Sockel und einem in Fachwerkkonstruktion erstellten Oberbau zusammen. Auf der S\u00fcdseite ist eine Scheune angebaut. Das Haus wurde in den 1980er Jahren von seinem damaligen Besitzer Poldi Fiechter liebevoll renoviert. Bei dieser Renovation wurde auch ein Oekonomiegeb\u00e4ude, das  sich im heutigen Garten befand, wegen Einsturzgefahr abgerissen. Auf der Fassade des Hauses ist ein Einhorn aufgemalt, das dem Haus seinen Namen gab. Gem\u00e4ss dem Historiker Hermann Welti verweist das Bild auf das Wappen des Franz von Sonnenberg, der von 1648 bis 1682 Komtur (Verwalter) der Kommende Leuggern war. Das Geb\u00e4ude war zweifelsfrei ein Lehen- und Meierhof der Johanniterkommende und beherbergte sicher auch eine Wirtschaft. Der Hof bestand gem\u00e4ss den Recherchen unseres Dorfhistorikers Bruno K\u00e4lin aus 29 Hektaren. Diese wurden haupts\u00e4chlich durch Tagl\u00f6hner bewirtschaftet.  Dabei wurden 6-8 Ochsen eingesetzt. Pferde hatte man nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis zur Renovation waren im Haus zwei Wohnungen untergebracht. Um 1876 beispielsweise befanden sich das Erdgeschoss, die H\u00e4lfte des zweiten Obergeschosses sowie der Keller im Eigentum eines Josef Leonz Erne. Das erste Obergeschoss sowie die andere H\u00e4lfte des zweiten geh\u00f6rten Johann V\u00f6gele. Die mit dem Haus zusammengebaute Scheune war ebenfalls unter zwei Eigent\u00fcmern aufgeteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ebenerdige Sockelgeschoss umfasst ehemalige Kellerr\u00e4ume, davon einen mit Tonnengew\u00f6lbe.  Dieses Tonnengew\u00f6lbe diente den Bewohnern als K\u00fcche.  Es wurde erst nachtr\u00e4glich zu Wohnzwecken umfunktioniert. Die Hauptwohnr\u00e4ume liegen im ersten Obergeschoss.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wohl ebenfalls noch im 17. Jh. errichtete\nScheune mit Remise, Tenn und Stall bestand ehemals als reine St\u00e4nderkonstruktion.\nDie noch intakte, altert\u00fcmliche Dachkonstruktion ruht auf zwei Firstst\u00e4ndern\nbeidseits des Tenns. \u00dcber dem hinteren Remisenzugang hat sich eine Fachwerkwand\nmit urspr\u00fcnglicher Flechtwerkf\u00fcllung erhalten. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180508_132148-e1532935291390-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56\" srcset=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180508_132148-e1532935291390-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180508_132148-e1532935291390-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Haus zum Einhorn<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p> Die heutigen Besitzer haben das Haus in \u201eSchloss zum Einhorn\u201c umbenannt. Ein Schloss im \u00fcblichen Sinne war es allerdings nie. Im Schloss zum Einhorn und im angegliederten, wundersch\u00f6nen Park finden regelm\u00e4ssig Konzerte, Hochzeiten und andere Veranstaltungen statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich neben dem Haus zum Einhorn, wo sich heute die Trafostation befindet, stand ehemals ein Waschhaus.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Schulhaus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Schulhaus von Hettenschwil wurde 1896 gebaut und steht schr\u00e4g gegen\u00fcber dem Haus zum Einhorn auf der Innenseite der Strassenkurve. Es handelt sich um ein kleines Landschulhaus sp\u00e4tklassizistischer Pr\u00e4gung, das in zeittypisch n\u00fcchternen Formen gehalten ist. Der w\u00fcrfelf\u00f6rmige, verputzte Mauerbau erhebt sich zweigeschossig \u00fcber dem ann\u00e4hernd quadratischen Grundriss. Das Eingangsportal ist aus Muschelkalk gehauen und tr\u00e4gt \u00fcber dem Sturz die Inschrift \u201eSchulhaus\u201c und das Baujahr 1896. Erhalten ist das dreifl\u00fcglig gestaltete T\u00fcrblatt mit gerillten Streifen und einer schmiedeisernen Vergitterung.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Schulhaus-hinten-e1567674976210-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-365\" srcset=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Schulhaus-hinten-e1567674976210-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Schulhaus-hinten-e1567674976210-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schulhaus aus einer ungew\u00f6hnlichen Perspektive<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Inneren befindet sich je Stockwerk ein\ngrosser Unterrichtsraum. Charakteristisches Element des asphaltierten\nPausenplatzes sind die beiden alten Platanen. Zur Strasse hin besitzt der Platz\nnoch eine alte Einfriedigung in Form von Mauerwerkspfosten mit Besenwurf-Verputz\nund dazwischen gespannten Eisenrohren. Einer der Pfosten ist als Brunnenstock\nh\u00f6her ausgebildet und speist einen an die Einfriedigung gestellten Brunnentrog\nvon 1931.<br>\nHinter dem Schulhaus befindet sich der Dorfspielplatz, der mit einem Maschendrahtzaun\ngegen den Guntenbach und die Mandacherstrasse abgeschirmt ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Schulhaus wird heute noch als\nKindergarten ben\u00fctzt. <\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Gostelihaus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das aussergew\u00f6hnliche Wohnhaus von stattlichen Dimensionen entstand vermutlich im 18. Jahrhundert unter Einbezug eines \u00e4lteren Kernbaus. Urspr\u00fcnglich nannte man es nach einem fr\u00fcheren Bewohner das \u201eProfessorenhaus\u201c. Heute wird es normalerweise \u201eGostelihaus\u201c genannt nach seinem letzten Bewohner Fritz Gosteli. Nach dessen Tod stand das Haus lange leer. Im Jahr 2018 wurde es verkauft. Danach begann der neue Besitzer, es umzubauen und wieder in Stande zu stellen. Leider geriet er dabei in Konflikt mit der Gemeinde und der Denkmalpflege, weshalb alle Arbeiten gestoppt wurden. Seit dem Jahr 2020 steht sogar ein Abbruch und ein Neubau zur Diskussion. Das Baugesuch daf\u00fcr wurde bereits 2020 eingereicht, aber nicht bewilligt. So entwickelt sich leider das Haus zu einem Schandfleck mitten im Dorf.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Gosteli2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-392\" srcset=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Gosteli2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Gosteli2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Gosteli2-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das in der Gesamtform barock gepr\u00e4gte Wohnhaus steht an der Hagenfirsterstrasse am Hang des Seilerbergs. Der Zugang befindet sich an der Ostseite. Das Haus besass aber urspr\u00fcnglich zwei Wohnungen, wobei man die zweite, obere Wohnung auf der n\u00f6rdlichen Stirnseite \u00fcber eine Freitreppe erreichte. Das Haus besitzt zwei von aussen praktisch ebenerdig zug\u00e4ngliche Gew\u00f6lbekeller, von denen einer in der S\u00fcdostecke, der zweite unter dem westseitigen Dachanbau liegt.<br> Das Innere des Hauses hatte eine, f\u00fcr ein Bauernhaus ausgesprochen aufw\u00e4ndige, barocke T\u00e4ferausstattung (Decken und W\u00e4nde) aus dem 19. Jahrhundert. Diese denkmalgesch\u00fctzte T\u00e4ferung wurde beim Umbauversuch rausgerissen und vernichtet. Dies f\u00fchrte dann zum Baustopp. In der Zwischenzeit wurde das Haus weiterverkauft an einen Investor, der ein grosses Projekt zusammen mit der daneben liegenden Parzelle verwirklichen will.  <\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Bauernhaus \/ Ch\u00e4sst\u00fcbli Monika<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Dorf bestehen mehrere Bauernh\u00e4user, die jedoch alle im Laufe der Jahre stark ver\u00e4ndert wurden. F\u00fcr diese Seite w\u00e4hlen wir das Haus am Dorfeingang Seite Leuggern aus, in dem sich heute das Ch\u00e4sst\u00fcbli von Monika Erne befindet. <\/p>\n\n\n\n<p>Das stattliche Bauernhaus k\u00f6nnte nach der\naltert\u00fcmlichen Konstruktion seiner Fachwerkw\u00e4nde noch im 17. Jahrhundert\nentstanden sein. Vom ehemaligen b\u00e4uerlichen Vielzweckbau ist noch der nach\nNordosten gerichtete Wohnteil erhalten. Im Lauf des 18. und 19. Jh. erlebte es\nmehrere Bauphasen, die an der strassenseitigen Fachwerkwand noch abzulesen\nsind. Die bestehende Dachkonstruktion d\u00fcrfte im fr\u00fchen oder mittleren 19.\nJahrhundert, wohl im Zusammenhang mit der Umdeckung des Wohnteils von Stroh auf\nZiegel, entstanden sein. Um 1999 wurde der \u00d6konomieteil durch einen Neubau\nersetzt. Gleichzeitig wurden die Erdgeschossr\u00e4ume des Wohnteils zu einer\ndurchgehenden Gaststube zusammengelegt, wobei die freiliegenden, tragenden\nBalken dem heutigen Ch\u00e4sst\u00fcbli ein besonderes Flair verleihen. 2016 erfolgte\nein Ausbau des Daches. Dabei wurden grosse stirnseitige Balkone und traufseitige\nLukarnen eingebaut. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Besonderheit ist die eigenartige\nInschrift, die \u00fcber dem vorderen Hauseingang eingeritzt ist und auch von\nFachleuten nicht entziffert werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Schwedenkreuz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das monumentale Holzkreuz steht im Schwedenholz oberhalb des Dorfes Hettenschwil in einer Waldlichtung. Das heutige Kreuz wurde 1935 von Schreinermeister Hauser aus Gippingen erstellt; der Waldshuter Bildhauer Adolf Studinger schnitzte das mannshohe Kruzifix. Unter dem Kruzifix befindet sich eine Konsole mit einem geschnitzten Johanniterkreuz und eine Kupferplatte mit einer gravierten Inschrift: \u201eMein Volk, was hab ich Dir getan? womit Dich betr\u00fcbt? antworte mir!\u201c Ein grosses Giebeldach sch\u00fctzt das Kreuz. Das heutige Kreuz von 1935 ersetzte einen bereits als \u201eSchwedenkreuz\u201c bekannten Vorg\u00e4nger. Die Namen \u201eSchwedenkreuz\u201c und \u201eSchwedenholz\u201c verweisen m\u00f6glicherweise auf den Dreissigj\u00e4hrigen Krieg, als die Schweden das Umland verw\u00fcsteten. Die Verbindung zum Dreissigj\u00e4hrigen Krieg ist allerdings umstritten. Zwar wurde Hettenschwil im Jahr 1638 durch Truppen des Herzogs Bernhard von Weimar gepl\u00fcndert. Die mit ihm verb\u00fcndeten Schweden hatten sich aber zu diesem Zeitpunkt bereits nach Norddeutschland zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Wegkreuze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wegkreuz in Hettenschwil besteht aus Muschelkalk und steht am M\u00fchleweg bei der Br\u00fccke \u00fcber den Guntenbach. Es tr\u00e4gt ein kleines Metallkruzifix. Es d\u00fcrfte um 1850 entstanden sein. Das Kreuz wurde anfangs 2024 bei einem Verkehrsunfall stark besch\u00e4digt und fiel in den Guntenbach, wo es zerbrach.  Der senkrechte Balken konnte nicht mehr repariert werden und musste vollst\u00e4ndig neu erstellt werden. Bei der Reparatur wurde auch der Korpus neu beschichtet. Das Kreuz wurde beim Auffahrtsgottesdienst am 9. Mai 2024 durch den damaligen Pfarrer von Leuggern, Stefan Essig, neu eingesegnet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1393\" srcset=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-576x1024.jpg 576w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-768x1365.jpg 768w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-864x1536.jpg 864w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-1568x2788.jpg 1568w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kreuz-Gutenbach-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> neues Wegkreuz beim Guntenbach<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Wegkreuz Gibrist besitzt kleeblattf\u00f6rmige Balkenenden. Es steht in der N\u00e4he von Hettenschwil am westlichen Abhang des Gibrist Seite Leuggern. Auf der Michaeliskarte (entstanden 1837-1843) ist das Kreuz bereits eingetragen. Es w\u00e4re damit das \u00e4lteste Wegkreuz in der Umgebung. Die Vermutung liegt aber nahe, dass es sich dabei um eine Vorg\u00e4ngerversion des heutigen, aus Kunststein gefertigten, Kreuz handelt. Das jetzige, undatierte Kreuz ist wohl erst im fr\u00fchen 20. Jh. entstanden. Es tr\u00e4gt ein Metallkruzifix. Vor dem Kreuz steht eine Zementstein-Ruhebank aus dem fr\u00fchen 20. Jh. mit Kreuzemblemen. Das Kreuz wurde Ende des 20. Jh. umgeworfen und besch\u00e4digt. Bei der Reparatur wurde auf der R\u00fcckseite ein Metallger\u00fcst als St\u00fctzung angebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kunststein-Wegkreuz in Hagenfirst wurde 1914\nerstellt. Es steht etwas ausserhalb des Weilers Hagenfirst bei den\nEidgenossenh\u00e4usern. Das Kreuz, dessen Arme diamantf\u00f6rmig zulaufen, tr\u00e4gt ein\nkleines Metallkruzifix. Am Sockel ist die Jahreszahl 1914 eingemeisselt. Die\nAufstellung des Kreuzes war mit der F\u00fcrbitte verbunden, dass das Land vom Krieg\nverschont bleibe. Der Platz um das Kreuz wurde 2019 vom Kapellenverein in\nFronarbeit erneuert. Dabei wurde eine Thuja-Hecke gepflanzt. Innerhalb der\nHecke befinden sich Ruheb\u00e4nke. Eine hohe Zeder pr\u00e4gt den kleinen Park.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Sandsteinkreuz von Etzwil befindet sich\nam Sandweg bergseitig am Hang. Das Kreuz steht auf einem Sockel mit einer Abdeckplatte\nund tr\u00e4gt einen sehr kleinen Metallkorpus. Das Kreuz soll 1881 erstellt worden\nsein. Es besitzt abgeschr\u00e4gte Kanten und diamantf\u00f6rmig ausgebildete Balkenk\u00f6pfe.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Dorfbrunnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Schulbrunnen beim Schulhaus befinden sich in Hettenschwil zwei weitere, \u00f6ffentliche Dorfbrunnen. Der Brunnen an der Mandacherstrasse gegen\u00fcber der Kapelle ist aus Muschelkalk gefertigt und stammt wohl aus dem 19. Jahrhundert. Der wuchtige Trog ist mit abgeschr\u00e4gten Kanten versehen. Der schmalseitig aufgestellte Stock, der von einer Abdeckplatte abgeschlossen wird, besitzt noch die aus dem 19. Jahrhundert stammende, von Metallb\u00fcgeln gehaltene Wasserr\u00f6hre mit tierkopff\u00f6rmigem Ausguss. Seit die Mandacherstrasse bei einer Erneuerung h\u00f6her gelegt wurde, liegt der Brunnentrog teilweise unter dem umliegenden Gel\u00e4nde. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Brunnen an der Hagenfirsterstrasse ist\nauf 1866 datiert. Er besteht ebenfalls aus Muschelkalk. Der Trog besitzt abgeschr\u00e4gte\nKanten. Die zur Strasse gewandte L\u00e4ngsseite ist in einem Wappenschild und dem\nEntstehungsjahr versehen. Der schmalseitig aufgestellte Stock besitzt noch die\noriginale, von einem Metallb\u00fcgel gest\u00fctzte Ausgussr\u00f6hre mit tierkopff\u00f6rmigem\nAusfluss.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Brunnen-Dorf-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-430\" srcset=\"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Brunnen-Dorf-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Brunnen-Dorf-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Brunnen-Dorf-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><br><strong>Bierkeller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Lienisgrabe oberhalb Hettenschwil befand sich einst der Bierkeller. Der Eingang wurde allerdings bei einem Hangrutsch versch\u00fcttet und ist nicht mehr begehbar. Abenteurer mit einer Kletterausr\u00fcstung k\u00f6nnten jedoch \u00fcber einen vertikalen, ehemaligen L\u00fcftungsschacht in den Keller einsteigen. Der Schacht ist heute mit einer Stahlplatte abgedeckt und mit einer Humusschicht bedeckt. <\/p>\n\n\n\n<p>Der vertikale Eingang befand sich im Lienisgrabe etwa 300 Meter von der Hagenfirsterstrasse entfernt im kreisrunden Einschnitt, der sich links der Waldstrasse bei der engen Linkskurve zeigt. Die aus dem Mergel ausgebrochenen Stollen des Bierkellers sind 107 m lang. Der eigentliche Keller besteht aus zwei Hallen, die mit drei Durchg\u00e4ngen verbunden sind. Die erste Halle ist circa 11x8x3 m gross. Sie ist gr\u00f6sstenteils eingest\u00fcrzt. Die zweite Halle hat eine Gr\u00f6sse von circa 17x7x3 Metern. Auch hier sind Teile der Decke eingest\u00fcrzt. Der linke der drei Durchg\u00e4ngen ist der gr\u00f6sste und offensichtlich der Hauptdurchgang. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli 2021 stattete Bruno K\u00e4lin dem Bierkeller wieder einmal einen Besuch ab.  Gesichert durch einen Arbeitskollegen seilte er sich durch den 16 Meter langen Schacht ab. Unten machte er mehrere Fotos und nahm diverse Messungen vor. Die Luftfeuchtigkeit betrug 92 %, die Temperatur 11,7 Grad Celsius, dies bei einer Aussentemperatur von 31 Grad. Im \u00fcbrigen best\u00e4tigte er, dass die Decken beider Kammern eingest\u00fcrzt sind und der Boden des Kellers von grossen Schuttbergen bedeckt ist.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bierkeller musste in der N\u00e4he einer Brauerei respektive einer Taverne oder eines Wirtshauses liegen. Er musste zudem mit einem Gespann zug\u00e4nglich sein und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den F\u00e4sserumschlag bieten. Der Keller musste das ganze Jahr \u00fcber eine konstante Temperatur zwischen 4 und 12 Grad vorweisen und \u00fcber zwei \u00d6ffnungen durchl\u00fcftet sein. Gek\u00fchlt wurde der Keller auch mit grossen Natureisplatten, die im Winter aus einem in der N\u00e4he liegenden, gefrorenen Gew\u00e4sser geschnitten wurden. Zur Johanniterkommende Leuggern geh\u00f6rte h\u00f6chstwahrscheinlich auch eine Brauerei. Gesichert ist, dass es ab 1840 im Dorf Leuggern eine Brauerei gab, die bis 1923 in Betrieb war. <br><br>\u00dcber den Bau des ehemaligen Bierkellers ist wenig bekannt. Bruno hat recherchiert. Urspr\u00fcnglich wurden hier Sandsteine abgebaut, wahrscheinlich zuerst im Tagbauverfahren. Sp\u00e4ter wurden daf\u00fcr Stollen gegraben. Um 1860 stellte ein Herr Erne aus Leuggern ein Gesuch, einen Teil der Stollen zur Bierlagerung nutzen zu d\u00fcrfen. Diesem Gesuch wurde entsprochen. Im anderen Teil bauten damals zwei Br\u00fcder Keller weiterhin Sandstein ab. <\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Bunkeranlagen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rund um Hettenschwil bestehen ausgedehnte Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg. Diese geh\u00f6rten zur Aaretalsperre und sollten auch ein Umgehen dieser Sperre \u00fcber den Rotberg verhindern. Die Bunker werden heute nicht mehr genutzt, sind aber immer noch im Eigentum des Milit\u00e4rs. Wir haben zurzeit keine verwertbaren Informationen zu diesen Anlagen. Weisst du mehr? Dann nimm mit uns Kontakt auf.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haus zum Einhorn Das Haus zum Einhorn liegt mitten im Dorf auf der Aussenseite der 90\u00b0-Kurve der Mandacherstrasse. Mit seiner Lage und der markanten Erscheinung nimmt der hochragende Giebelbau eine zentrale Stellung im Ortsbild ein. Das genaue Erstellungsdatum ist nicht bekannt. Der sp\u00e4tgotische Steinbau d\u00fcrfte wohl im 17. Jahrhundert erbaut worden sein. 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