{"id":12,"date":"2018-07-29T07:36:00","date_gmt":"2018-07-29T07:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/?page_id=12"},"modified":"2026-03-22T18:30:56","modified_gmt":"2026-03-22T18:30:56","slug":"kapelle","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.Hettenschwil.ch\/?page_id=12","title":{"rendered":"Kapelle"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian- und Rochuskapelle Hettenschwil<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerichtsvogt Hans V\u00f6gelin, ein Einheimischer, stiftete 1642 die Kapelle zu Ehren der Pestheiligen Sebastian und Rochus. 1700 wurde sie vergr\u00f6ssert. Damals erhielt das Kirchlein einen barocken Altar, der seit der Renovation von 2011 in neuem Glanz erstrahlt. Als Bekr\u00f6nung tr\u00e4gt er das Wappen von Johann Sigismund Graf von Schaesberg, des damaligen P\u00e4chters der Johanniter\u00adkommende Leuggern und mutmasslichen Altarstifters. Schaesberg starb 1718 in Malta, sein Grab befindet sich in der Deutschen Kapelle der Kathedrale von Valletta.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hettenschwiler Retabel birgt eines der aussergew\u00f6hnlichsten Altarbilder des Aargaus. Es zeigt die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571, in der eine christliche Flotte die Osmanen besiegte. Das Bild hebt die Schiffe des Johanniterordens (Malteser) und den Sieg der Christen hervor. Triumphierend steht ein Johanniterkrieger auf dem Halbmond, unter ihm befinden sich zwei geschlagene Osmanen, daneben eine Kanone. \u00dcber der Szenerie schwebt die Gottesmutter, begleitet von Johannes dem T\u00e4ufer, Patron des Malteserordens, und den beiden Kapellenheiligen. Maria soll der christlichen Flotte zum Sieg verholfen haben. Aus diesem Grund begeht die Kirche am 7. Oktober das Rosenkranzfest.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das an der Kapellenr\u00fcckwand h\u00e4ngende Gem\u00e4lde von 1761 verdient Beachtung. Es stammt vom bekannten Maler Johann Anton Morath und hing urspr\u00fcnglich in der Hauskapelle St. Agatha in der Kommende Leuggern. Der Stifter des Gem\u00e4ldes war der damalige Komtur von Baldenstein. Das, in dunklen Farben gehaltene, Bild zeigt Maria Immaculata, die Unbefleckte Empf\u00e4ngnis, die das B\u00f6se der Welt besiegt: Sie zertritt eine Schlange, das Symbol des B\u00f6sen. Die Schlange verf\u00fchrte einst Adam und Eva zum Essen der verbotenen Frucht. Der S\u00fcndenfall ist durch den Apfel im Mund der Schlange dargestellt. Auf den ersten Menschen bezieht sich auch der Sch\u00e4del im Sockel des Altarkreuzes. Laut der Legende soll Adam auf Golgotha bestattet worden sein. Sein Haupt unter dem Gekreuzigten weist auf Christus als den neuen Adam hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.aargauerkapellen.ch\/kapellen\/SebastiansundRochuskapelle_Leuggern\/\">http:\/\/www.aargauerkapellen.ch\/kapellen\/SebastiansundRochuskapelle_Leuggern\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Besonderheit \u2013 Die Kapellenfenster<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Glasmalereien stammen vom K\u00fcnstler Josef Klotz aus Rorschach. Die Motive zeigen auf der linken Seite des Kapellenraums das durchbohrte Herz Mariens und rechts das Motiv Herz Jesu. Im Chor links ist ein Kreuz mit Dornenkranz und rechts ein Kelch mit der Hostie IHS.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besonderheit der Kapellenfenster besteht darin, dass sie von innen und von aussen gleich zur Geltung kommen, je nachdem, woher das Licht auf das Motiv f\u00e4llt. Erw\u00e4hnenswert ist auch das harmonische Gesicht Mariens mit dem pr\u00fcfenden und friedlich mahnenden Blick.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 1972 waren die Fenster aussen durch ein engmaschiges Drahtgitter gesch\u00fctzt. Heute ist aussen eine Isolierverglasung angebracht. Bei der Renovation wurden die Fenster in einen neuen Rahmen eingef\u00fcgt und, wie urspr\u00fcnglich, durch einen Gipsm\u00f6rtel mit dem Sandstein des Baus verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Zeitgeist entsprechend wurden im Jahr 1972 die Fenster entfernt. Offenbar wollte man eine einfache und schlichte Kapelle haben. Das damalige Sigristenehepaar Arthur und Ida V\u00f6gele-Kalt und auch viele Anwohner waren mit dieser Einsch\u00e4tzung aber nicht einverstanden. Arthur und Ida retteten die ausgebauten Fenster. Die Familie V\u00f6gele bewahrte die Fenster danach w\u00e4hrend \u00fcber 30 Jahren auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2006 beantragte deren Sohn den Wiedereinbau der Fenster. Dieser Antrag wurde angenommen und die Fenster wurden mit einem Kostenaufwand von rund 65000 Franken renoviert und wieder eingebaut. Die mit der Renovation beauftragten Handwerker zeigten grosses Geschick, so dass die Fenster heute wieder in ihrer urspr\u00fcnglichen Sch\u00f6nheit erstrahlen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Glocken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Turm enth\u00e4lt zwei Glocken, eine aus dem Jahr 1793 von Sutermeister Zofingen und die andere aus dem Jahr 1858 von R\u00fcetschi Aarau. Die Glocken l\u00e4uten t\u00e4glich um 7 h, 11 h und 19 h. Zus\u00e4tzlich l\u00e4uten die Glocken beim Tod eines Einwohners von Hettenschwil, Etzwil oder Hagenfirst. Beim Tod eines Kindes wird zweimal gel\u00e4utet mit einer kurzen Pause dazwischen, beim Tod einer Frau dreimal und beim Tod eines Mannes viermal.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Kapellenverein Hettenschwil stellt sich vor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kapelle Hettenschwil ist Eigentum des Kapellenvereins. Der Zweck dieses Vereins ist der Unterhalt und die Bewahrung unseres einzigartigen Kulturdenkmals, der barocken Kapelle. Eine weitere Aufgabe des Vereins ist der Unterhalt und die&nbsp; Pflege der f\u00fcnf Wegkreuze in den D\u00f6rfern Hettenschwil, Etzwil und Hagenfirst. Der Verein versteht sich auch ein wenig als Dorfverein dieser drei D\u00f6rfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kapellenverein wurde am 30. August 1948 gegr\u00fcndet. Heute ist der Grossteil der Einwohner von Hettenschwil, Hagenfist und Etzwil als Mitglied eingetragen. Der Verein finanziert sich vor allem durch die Mitgliederbeitr\u00e4ge von 20 Franken, durch Spenden sowie einem j\u00e4hrlichen Beitrag der Kirchgemeinde Leuggern. F\u00fcr grosse Renovationsprojekte d\u00fcrfen wir auch auf Beitr\u00e4ge der kantonalen Denkmalpflege z\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns, wenn du Mitglied des Kapellenvereins wirst und damit den Unterhalt unserer Kapelle unterst\u00fctzt. Es entstehen damit keine Verpflichtungen f\u00fcr dich. Die Teilnahme an s\u00e4mtlichen Anl\u00e4ssen ist absolut freiwillig. Den Mitgliederbeitrag von 20 Franken pro Person kannst du auf das Vereinskonto bei der Raiffeisenbank Leuggern, IBAN CH84 8080 8005 2617 6174 9 einzahlen. Bringe bitte den Vermerk &#8222;Beitrag&#8220; an. Der Kapellenverein ist als gemeinn\u00fctzig anerkannt. Mitgliederbeitr\u00e4ge und Spenden k\u00f6nnen somit auf der Steuererkl\u00e4rung abgezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kapelle steht jedem Interessierten f\u00fcr Trauungen, Taufen und andere spirituelle oder besinnliche Anl\u00e4sse zur Verf\u00fcgung. Wende dich daf\u00fcr an den Vereins-Pr\u00e4sidenten Ruedi Emmenegger oder sende ein Mail an: willkommen@hettenschwil.ch<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2023 wurde die kaputte Isolierung oberhalb der Decke ersetzt und die Eingangst\u00fcre repariert. Im laufenden Jahr 2026 sind keine gr\u00f6sseren Unterhaltsarbeiten geplant. Hingegen musste das Vordach \u00fcber der Eingangst\u00fcre geflickt werden. Ein Fahrzeug muss irgendwann angestossen und das Vordach verschoben haben. Jetzt ist es wieder repariert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Sebastian- und Rochuskapelle Hettenschwil Gerichtsvogt Hans V\u00f6gelin, ein Einheimischer, stiftete 1642 die Kapelle zu Ehren der Pestheiligen Sebastian und Rochus. 1700 wurde sie vergr\u00f6ssert. Damals erhielt das Kirchlein einen barocken Altar, der seit der Renovation von 2011 in neuem Glanz erstrahlt. 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